Bezirksvorsteher Priester Mirko Kramer diente mit dem tagesaktuellen Bibelwort aus Johannes 11,43: „Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“
Der Ruf Jesu „Komm heraus“ fordert uns auf, unsere Komfortzone zu verlassen. Die Komfortzone ist zwar ein sicherer Raum, aber zugleich auch ein Bereich des Stillstands. Um zu wachsen, müssen wir uns aus der Bequemlichkeit herauswagen und in die „Wachstumszone“ eintreten, wo neue Erfahrungen, Lernen und Austausch stattfinden.
Priester Kramer bezog das Wort „Komm heraus“ auch auf die Entschlafenen. So wie Jesus Lazarus aus dem Grab rief, ruft er auch die Verstorbenen in der Ewigkeit. Die Entschlafenen sollen aus ihrer Kummerhöhle herauskommen, um Gottes Liebe und Vergebung zu erfahren. So mag dieser Sonntag nicht nur für uns ein Freudenfest sein, sondern auch in der jenseitigen Welt.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden Priester Tobias Schäfer aus der Gemeinde Radebeul und Diakonin Janine Blasig gerufen.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls und dem Fürbittgebet für die Seelen, die unerlöst in die jenseitige Welt gegangen sind, übergab Priester Kramer die Verantwortung für die Bezirksjugend an Diakonin Janine Blasig und Priester Robert W., die beide wertvolle Erfahrungen und Talente mitbringen. Ihre Kombination aus Herz, neuen Ideen und organisatorischem Geschick macht sie zu einem starken Team. Er gab ihnen den Rat mit, sich in die Jugendlichen hineinzuversetzen, eine Beziehung aufzubauen, zuzuhören und das Evangelium auf eine für die Jugend entsprechende Weise zu vermitteln.
Danach entband Priester Tobias Schäfer (Jugendbeauftragter im Apostelbereich Korbien) Priester Mirko Kramer von seiner Aufgabe als Bezirksjugendleiter. Da er zusätzlich auch als Bezirksvorsteher tätig ist, wäre die Doppelbelastung auf Dauer zu groß gewesen. Seit November 2015 hatte Priester Kramer mit viel Engagement diese Aufgabe im Bezirk Torgau übernommen. In dieser Zeit hat er das Herz vieler junger Menschen erreicht, sie begleitet und im Glauben gestärkt. In einem Dankeschön-Schreiben des Apostels wurden sein unermüdlicher Einsatz für die Jugend und seine wertvolle Arbeit gewürdigt. Die Jugendlichen dankten Priester Kramer mit einem Blumenstrauß und einem Erinnerungsbuch.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen. Der Jugendchor sorgte für einen musikalischen Schlusspunkt mit dem Lied „Wo Menschen sich vergessen“.
Neuapostolische Kirche