Nach dem Verlesen des Bibelwortes sang der Gemeindechor abwechselnd mit allen Anwesenden ein besonderes Musikstück, das den Wunsch nach einem reinen Herzen und Gewissen ausdrückte. Priester Mirko Kramer verband diesen Wunsch mit der Hoffnung, dass der Gottesdienst allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein reines Herz und Gewissen schenken möge.
Anschließend ging er auf das Geschehen zu Christi Himmelfahrt ein: Nach seinem Tod am Karfreitag und seiner Auferstehung an Ostern wirkte Jesus noch 40 Tage auf der Erde, bevor er in den Himmel auffuhr. Die Jünger waren zunächst sprachlos über dieses Ereignis. Ein Engel jedoch versprach ihnen, dass Jesus wiederkommen werde. Diese Zusage stärkte ihren Glauben und motivierte sie, die Botschaft weiterzutragen.
Danach wandte er sich den beiden Konfirmandinnen zu. Während bei der Taufe als Kind die Eltern die Verantwortung für den Glauben ihrer Kinder übernommen hatten, übernehmen die Jugendlichen nun selbst Verantwortung für ihr Glaubensleben. Bezugnehmend auf das Bibelwort erklärte er, dass sich zu Jesus zu bekennen nicht nur ein Lippenbekenntnis sei, sondern bedeute, mutig für christliche Werte einzutreten, die Wahrheit zu vertreten und Nächstenliebe zu leben. Er ermutigte sie, sich nicht blind dem Strom anzupassen, ihre Stimme zu erheben, für Schwache einzutreten und den Glauben aktiv zu gestalten. Dabei können sie auf die Rückendeckung Jesu vertrauen, der alle unterstützt, die sich nach seinen Werten ausrichten.
Zu einer weiteren Wortverkündigung wurde der Jugendseelsorger Ralf Pallas gebeten. Er gab den Konfirmandinnen einen Gedanken mit auf den Weg, welchen er in einem Vortrag beim internationalen Jugendtag in Düsseldorf gehört hatte: „Wenn ihr einen Weg beschreiten wollt, dann fragt euch: Würde Gott diesen Weg mit euch gehen? Wenn ihr diese Frage mit ‚Ja‘ beantwortet, dann geht diesen Weg und macht es.“
Nach der Sündenvergebung wurde die Segenshandlung von Jugendlichen mit einem Rezitativ zum Lied „In dieser Zeit brauchst du den Heiland“, begleitet von Klavier und Geige, eingeleitet. Danach verlas der Konfirmandenlehrer den Grußbrief des Stammapostels Jean-Luc Schneider. Im Anschluss traten die beiden Jugendlichen vor den Altar, um ihr Konfirmationsgeübte vor der Gemeinde abzulegen und den Segen Gottes zu empfangen. Priester Kramer betonte in seiner Ansprache, dass Gott kein „Wunscherfüllungsautomat“ sei. Im Leben müssen Entscheidungen getroffen werden, bei denen man einen Weg wählen muss. Wenn man dabei spürt, dass Gott diesen Weg unterstützt, wird er einen begleiten und auch in schwierigen Situationen beistehen.
Neuapostolische Kirche